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Dortmunder Aikidoka besuchen Aikido-Friedensprojekt im Westjordanland

Lang zieht sich die Mauer zwischen Israel und dem Autonomiegebiet – Beton mit großen Graffitis und Parolen – Ausdruck des fortwährenden israelisch-palästinensischen Konflikts. Seit dem Morgen sind vier Uchi deshi (Hausschüler) des Tel Aviver Dojos mit ihrem Gastgeber Miles Kessler unterwegs. Drei von ihnen sind Aikidoka der DTG. Nun am Checkpoint überqueren wir zu Fuß die Grenze …

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Unsere Aikido-Gruppe unterstützt seit längerem das friedenstiftende Projekt „Aikido-Without-Borders“ (AWB) und sammelt dringend benötigte Spenden. Gegründet vom Aikidolehrer Miles Kessler (5. Dan), bemüht sich der gemeinnützige israelische Verein um die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Im konfliktgeladenen Umfeld des Mittleren Ostens werden Aikidogruppen ins Leben gerufen, in denen Palästinenser und Israelis die friedvolle Kunst des Aikido trainieren können. Vor allem Kindern und Jugendlichen bieten die Trainingsstätten des AWB ein Netzwerk zwischen Israel und dem Westjordanland.
Nun hatten drei Aikidoka von uns Gelegenheit, die Arbeit von „Aikido Without Borders“ vor Ort im Westjordanland kennenzulernen. Als Hausschüler im Dojo von Miles Kessler in Tel Aviv wollten wir intensiv Aikido praktizieren. Highlight war dann der Besuch des palästinensischen AWB Dojos in Bir Nabala. Dafür ging es mit dem Bus von Tel Aviv nach Jerusalem und von dort Richtung Westjordanland.
Aufgeregt war die Stimmung in Bir Nabala, einem westjordanischem Ort und Sitz des ersten palästinensischen Aikido-Dojos von AWB. Ein Besuch des Projektgründers Miles Kessler und ein Training unter seiner Leitung ist dort immer ein besonderes Ereignis. Vor allem für die beiden Trainer vor Ort: Ghassan Eyalan und Suifan Mahmod. Und natürlich war es auch für uns ein spannendes und ncht alltägliches Erlebnis.
An diesem Nachmittag lernte eine neue Gruppe Kinder und Jugendliche das Aikidotraining kennen, so wurden viele helfende Hände benötigt. Wir wurden eingeladen, am Training teilzunehmen und befanden uns plötzlich mitten im Herzen der AWB-Arbeit. Mit Gesten und Zeichen erklärten wir den Kindern die Techniken. Greifen, drehen werfen – und es funktionierte, ganz ohne gemeinsame Sprache.
Konzentriert und mit Blick auf notwendige Rituale ging es zu, um die Aufmerksamkeit und den Respekt für einander zu schulen. Ghassan Eyalan und Suifan Mahmod vermittelten Spaß und Freude und sorgten gleichzeitig gelassen für Ruhe und Disziplin. So war es möglich, dass die Kinder vorsichtig und verantwortungsvoll mit sich und dem Partner umgingen. Eine gute Grundlage, um friedvolle Konfliktlösung an die Stelle von Aggression und Angst treten zu lassen und im Rahmen einer Kampfkunst zu üben.
Gezeigt, ausprobiert und erörtert wurde an diesem Nachmittag natürlich auch Sportliches – denn Projektleiter und Trainer wollten ihr Zusammentreffen intensiv zum Austausch nutzen: Effektiv soll Aikido sein und ermöglichen, dass kleine Menschen Großes in Bewegung setzen können – zunächst mal auf der Matte, und vielleicht auch mal im richtigen Leben.
Zurück in Dortmund wünschen wir Ghassan Eyalan, dass er das Projekt – ein neues AWB-Dojo in seiner Heimatstadt Jib zu eröffnen – bald umsetzen kann. Noch fehlen Gelder für Matten und Aikidoanzüge.


Wer sich über das Projekt "Aikido without borders" informieren möchte, findet hier Informationen:
» Homepage von Aikido without borders
» Facebook


Hinweis zur Galerie: Mit Hilfe der Tabulatortasten kann vor- und zurückgeblättert werden.
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